Schon mal drüber nachgedacht? Drei Fragen gegen Fast Fashion Folge 1
1. Wie oft werde ich diese Kleidung tragen?
Fast Fashion verführt uns mit Billigpreisen und ständig neuen Kollektionen zum Kauf. Doch es gibt einen Weg aus der Sackgasse des Wegwerfmode-Konsums: Stell dir einfach die folgenden drei Fragen …
Mit Fast Fashion ist Kleidung von einer Notwendigkeit zu einem schnelllebigen Produkt geworden. Aus Gebrauchswaren wurden Verbrauchswaren, die viel zu oft und viel zu schnell im Müll landen. Dabei wissen wir doch längst, wie die niedrigen Preise zustandekommen: Hungerlöhne in den Produktionsländern, Chemikalien in den Textilien und geringe Qualität und Haltbarkeit machen Fast Fashion erst möglich. Und all das unterstützen wir mit jedem Kauf.
Doch dein bewusster Konsum kann auch ein Zeichen gegen Wegwerfmode setzen. Die Anleitung gegen Fast Fashion klingt dabei eigentlich ganz simpel:
- Achte auf Qualität.
- Kauf weniger Kleidung.
- Trag sie länger.
Stell dir also bei jedem Kauf die folgenden drei Fragen. Und wenn du dir die Antworten möglichst ehrlich gibst, sprechen sie eigentlich schon für sich.
1. Wie oft werde ich diese Kleidung tragen?
Viele kaufen Jeans , Pullis und Shirts nur, weil sie billig sind. Doch Vorsicht, bei Fast Fashion trügt der Billigpreis! Denn wie oft tragen wir die zehn Billig-T-Shirts im Schrank wirklich?
Es hilft ein Blick auf die tatsächlichen Kosten pro Nutzung: Wenn eine Hose 90 Euro kostet, teilst du diesen Preis durch die Anzahl der Tage, an dem du diese Hose in etwa trägst. So erfährst du den tatsächlichen Wert pro Nutzung.
Eine Beispielrechnung:
- Hose für 90 Euro : 25 Mal getragen = 3,60 Euro pro Nutzung
- Hose für 20 Euro : 5 Mal getragen = 4 Euro pro Nutzung
Die Rechnung zeigt, dass die teurere Hose bei längerer Nutzung besser abschneidet als die wenig getragene Hose für 20 Euro. Denn: Bei nicht wenigen Menschen dürfte die Kleiderschrank-Realität doch so aussehen, dass es viele billige Teile gibt, die aber nur selten getragen werden.
Die Rechnung „Kosten pro Nutzung“ kann dir helfen, den tatsächlichen Wert eines Kleidungsstücks herauszufinden – und vielleicht beim nächsten Einkauf doch zum teureren Produkt aus fairer und nachhaltiger Produktion zu greifen.



