Nachhaltig leben Folge 2
Bio ist besser – doch wir kaufen es nicht
An guten Vorsätzen mangelt es den Deutschen nicht: Laut einer Studie des Hausgeräteherstellers Ritterwerk würden 60 Prozent lieber auf Wochen- und Biomärkten beziehungsweise auf dem Bauernhof einkaufen. 26 Prozent sagen, sie würden für Bio bis zu zehn Prozent mehr zahlen.
Doch die Realität sieht anders aus: Im europäischen Vergleich geben Deutsche eher wenig für Lebensmittel aus und kaufen Nahrungsmittel großteils im Discounter.
Natürlich gibt es Ausnahmen: Einigen Menschen gelingt es, ökologisch und umweltbewusst einzukaufen. Auch sind Bio-Produkte in den vergangenen Jahren beliebter geworden – immer mehr Discounter führen sie in ihrem Sortiment .
Der Umsatz mit Bio-Lebensmittel erreichte im Jahr 2020 eine neue Rekordsumme – Der deutsche Lebensmittelhandel setzte mit dem Verkauf von Lebensmitteln in Bio-Qualität rund 14,99 Milliarden Euro um. In den vergangenen zehn Jahren konnte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln damit mehr als verdoppelt werden.
Bio boomt
Ökologische Landwirtschaft in Deutschland
Die Landwirtschaft, die Ernährungsindustrie und der Lebensmittelhandel reagieren auf die wachsende Nachfrage – Die Anzahl der angemeldeten landwirtschaftlichen Bio-Betriebe ist auf über 30.000 Höfe gestiegen. Mittlerweile wird in Deutschland auf rund 1,6 Millionen Hektar ökologischer Landbau betrieben. Dennoch befindet sich die Bio-Landwirtschaft noch in einer Nische, der Anteil an der landwirtschaftlichen Gesamtfläche liegt in Deutschland noch bei rund zehn Prozent.Das spiegelt nicht einmal annähernd das Interesse wider, das die Umfragen ermittelt haben.




