Die Welt verbessern? Folge 19
5 Tipps, was du gegen das Insektensterben tun kannst
Weltweit sterben die Insekten – schuld daran sind der Mensch und die Landwirtschaft. Dabei brauchen wir die kleinen Tiere, um zu überleben. Wir zeigen, was jede*r von uns gegen das Insektensterben tun kann.
Hast du auch das Gefühl, vor zehn oder 20 Jahren klebten nach einer Autofahrt viel mehr Insekten an der Frontscheibe als heute? Dass beim Picknick viel mehr Wespen und Fliegen um dich herum flogen? Du könntest recht haben: Wissenschaftler*innen bestätigen immer wieder, dass die Insektenbestände zurück gehen.
Anfang 2016 kam eine Studie des Weltbiodiversitätsrats IPBES zu dem Schluss, dass das Insektensterben ein weltweites Phänomen ist: Demnach nehmen gleichzeitig Bestände und Artenvielfalt von Insekten ab, bis zu 40 Prozent der Bestäuber seien vom Aussterben bedroht.
Auch in Deutschland beobachten Wissenschaftler*innen den Rückgang: Laut WDR zählten sie beispielsweise in einem Naturschutzgebiet nahe Krefeld bis zu 80 Prozent weniger Insekten als noch vor 30 Jahren. In der Nähe von Regensburg seien in den vergangenen 200 Jahren etwa 60 Prozent der Schmetterlingsarten verschwunden.
Insektensterben verhindern: 5 Tipps
Weil die Politik nur zögernd eingreift und viele Landwirt*innen sich lieber als Opfer darstellen als auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, hier ein paar Tipps, was wir selbst tun können.
1. Bio kaufen
Bio-Lebensmittel werden auf dem Acker nicht mit gefährlichen synthetischen Pestiziden und Düngern behandelt. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft – insbesondere im industriellen Maßstab – schadet die Bio-Landwirtschaft damit den Insekten nicht mit giftigen Spritzmitteln.
Zudem bieten viele, vor allem kleinere Bio-Höfe durch Fruchtwechsel und Brachflächen einen vielfältigeren Lebensraum für Insekten, als große konventionelle Betriebe.
2. Natürlichen Pflanzenschutz verwenden
Was für landwirtschaftliche Betriebe gilt, gilt natürlich auch für den eigenen Garten: Künstliche Pflanzenschutzmittel und Dünger sind keine gute Idee. Um die Pflanzen in deinem Garten dennoch vor Schädlingsbefall zu schützen, gibt es viele natürliche Methoden – vom Einsatz von Nützlingen über pflanzenbasierte Unkrautvernichter und Dünger, bis hin zu mechanischen Methoden.
3. Insektenhotels aufstellen
Weil es für Insekten zunehmend schwieriger wird, natürliche Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten zu finden, sind „Insektenhotels“ im Garten, im Hinterhof oder sogar auf dem Balkon eine gute Idee.
Die kleinen „Häuschen“ bestehen aus natürlichen Materialien wie Holz, Baumrinde, Bambus, Schilfrohr, Steine und Zapfen und bieten eine naturnahe Unterkunft für Insekten wie Hummerln, Wildbienen, Marienkäfer, Florfliegen, Ohrwürmer oder Schmetterlinge. Die Insekten können die Hotels sowohl als Nist- als auch als Überwinterungshilfe nutzen.
- Insektenhotel bauen: Bauanleitung und Tipps
- Insektenhotel-Standort: Der richtige Platz für Bienen & Co.
Insektenhotels kaufen:
- Der Knastladen führt verschiedene Insektenhotels (ab ca. 8 Euro), die von Gefangenen hergestellt werden.
- Im Avocadostore gibt es Insektenhotels ** ab 20 Euro, bei Waschbär ein Hotel für Wildbienen ** (40 Euro).
- Memolife führt ein Insektenhotel aus heimischem Lärchenholz ** (65 Euro), das in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gefertigt wird.
Wer speziell für Wildbienen Nisthilfen aufstellen möchte, sollte ein paar Dinge beachten – der NABU gibt dazu hilfreiche Tipps .
4. Blumige Unordnung zulassen
Gärten mit sauber gemähtem Rasen, akkurat gestutzten Buchshecken und Geranien in Kübeln bieten Insekten kaum Lebensraum oder Nahrung – solche Gärten tragen zum Insektensterben bei.
Insekten brauchen Vielfalt: Säe Wildblumenwiesen, pflanze heimische Stauden, Sträucher und Hecken und belasse deinen Garten ruhig ein bisschen wild und unordentlich, dann finden Insekten und Vögel Nahrung und Lebensraum. Wildblumenmischungen ** kannst du übrigens auch im Balkonkasten wachsen lassen. Achte dabei unbedingt darauf, dass es sich um regionale Arten handelt.
5. Auf giftige Mückensprays verzichten
Um lästige Insekten aus deiner Wohnung oder von der Terrasse zu vertreiben, brauchst du keine giftigen Sprays; diese sind oft tödlich für Insekten und auch nicht gut für die menschliche Gesundheit.
Mücken, Wespen & Co. kannst du mit natürlichen Mitteln fernhalten, die den Tieren keinen Schaden zufügen – zum Beispiel mit bestimmten Pflanzen und Kräutern, ätherischen Ölen oder Kaffee.
Unbedenkliche Alternativen zu Autan & Co. gibt es z. B. bei** Memolife.de oder Bergfreunde.de .
Mehr Infos aufhttps://utopia.de/ratgeber/insektensterben-tipps-helfen/?utm_source=Interessenten&utm_campaign=eedae6ea7f-Newsletter_DO_20KW34&utm_medium=email&utm_term=0_af58dac727-eedae6ea7f-264762909



